Sturz am one-eleven |
| geschrieben von Roger (admin) am 16.08.2009 um 17:57 |
Guter Dinge bin ich heut Morgen, besser Nacht, es war 04.00 Uhr, nach St. Gallen gefahren. Die letzten Tage hatte ich mit gripalen Gefühlen, Halsweh und starken Rückenschmerzen zu kämpfen. Dies schien heute Morgen etwas besser und ich fühlte mich bereit fürs Rennnen! Das Gefühl schien mich aber zu täuschen....
...punkt 7.00 Uhr schoss die Inlinermeute, gemischt aus je-ka-mis wie ich und World-Inlineprofis vor dem Athletikzentrum aus dem Startbereich wie Rennpferde, die kein Morgen sehen! Das Tempo stellte aber kein Problem dar, die Probleme waren viel gravierender.... Wie bereits am Biennathlon Anfangs dieser Saison hatte ich ab dem ersten Schritt kein Gefühl für die Inlineschuhe, für den Schritt, für die Technik! Es ist unbeschreiblich, ich konnte keinen EINZIGEN Schritt richtig laufen, ich knickte wie ein Anfänger von rechts nach links, hatte grösste Mühe, überhaupt auf den Beinen zu bleiben. Es fühlte sich an, wie wenn meine Schuhe die Grösse 48 hätten und ich sonst normalerweise 36iger fahre! Oder im Vergleich, wie wenn Didier Cuche mit Slalomskier die Lauberhornabfahrt bestreitten müsste !!
Nach der ersten, rasanten Abfahrt (zumindest für mein Empfinden:-) ) liess ich mich ans Ende des Spitzenfeldes fallen und versuchte auf der Fläche, schulmässig einige Schritte zu machen und evt. doch noch Gefühl und Halt zu finden... Das Resultat war ein Fehltritt auf gerader Strasse und ein filmreifer Flug über den St. Galler Asphalt! Peindlich ohne Ende! Die Schürfungen hätten mich nicht daran gehindert, weiter zu fahren, aber 111 Km werden unendlich lange, wenn es nicht möglich ist, auf einem Schuh zu stehen! So musste ich das Unterfangen one-eleven schon nach wenigen Kilometern entnervt aufgeben und weiter nach der Ursache grübeln...
An der Vorbereitung kann es nicht gelegen haben... oder war ich enfach dem Druck meines heutigen Wettkampfdresses des Bond-Inlinecenter-World-Team nicht gewachsen:-)? Ich danke an dieser Stelle Christoph Luginbühl herzlich für seine wertvollen Tips im Vorfeld und seiner Mühe, mit mir sogar teile des Wettkampfes abzufahren und ich gratuliere ihm zum super 7. Rang! Sorry Christoph, dass ich Dir bei Kilometer 40 keine Wasserflasche nach vorne bringen konnte :-)!
Das Kapitel Inlinerennen ist für diese Saison wohl vorbei, aber ich habe Blut geleckt und wer weiss, ob ich nicht stärker aus der Winterpause komme:-) Als letzter Wettkampftest steht mir noch die Polizeischeizermeisterschaften Mountainbike im September bevor... Auf dem Velo fühle ich mich bezüglich Gefühl und Balance um einiges wohler als auf den Skates, nach dem heutigen Erlebnis lässt mich aber auch dies noch zweifeln :-)
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